Bereits in jungen Jahren wächst bei vielen der Wusch im Erwachsenenalter eine Führungsposition zu erlangen. Dieser Wunsch wurde immer sehr hochgehalten. Allerdings war es oft nichts mehr als ein Machtgehabe und dahinter steckte nicht mehr als heiße Luft, die bereits durch das Elternhaus mitgegeben wurde.
Ursache und Wirkung
Früher gab es den Chef als richtungsweisende Instanz, die in einem Büro thronte und den Ton angab. Meist durchlief der Chef im Vorfeld ein Studium allerdings war auch bereits in seinen Genen der Hang zur Führung angelegt. Der Chef von damals war oft ein Machthaber und Patriarch der sich in seiner ureigenen Position wohl und erhaben fühlte. Das Ergebnis war oft hoher Blutdruck, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Suchterkrankungen – dies war stets an der Tagesordnung. Widerrede war sinn- und zwecklos und daraus resultierte, dass es Abteilung für Abteilung eher einem Bienenstock glich – die Arbeitsbienen schwirrten befehlsgemäß um die Königin herum und das Denken zu eigenständiger Arbeit war eigentlich nicht erlaubt und nicht gern gesehen. Als nächster Schritt kam dann die Zeit, die durch Seminare und ständige Meetings bestimmt war. Doch ein weitestgehend selbstständiges Arbeiten blieb aus. Und als krönender Abschluss kam dann noch der Brandbeschleuniger „Corona“ und hat die gesamte Arbeitswelt auf den Kopf gestellt.
Wohin führt der Weg moderner Führung?
Um es auf den Punkt zu bringen: dass Verständnis von Arbeit und Leistung hat sich radikal verändert und auch gleichzeitig das Verständnis der klassischen Führung von damals. Führung muss neu gedacht werden und hier greift das alte Sprichwort „Der Fisch stinkt vom Kopf her“. Soll heißen, dass dieser Wandel bereits in der Chefetage erfolgen sollte.
Sind Fachkräfte der Weisheit letzter Schluss?
Fachkräftemangel gab es seit eh und je und mal ehrlich: Wer und was ist eigentlich eine Fachkraft? Und kann nicht jeder zu einer Fachkraft werden? Wir maßen uns schon immer an, eine Fachkraft nur an den Zeugnissen und Bildungsgrat zu messen auch wenn es längst bekannt ist, dass die emotionale Intelligenz mehr den Menschen zur Fachkraft heranwachsen lässt. Wir müssen die Talente nur erkennen, fordern und auch fördern. Vom Pizzabäcker zum Millionär - wäre dieser besagte Pizzabäcker nicht mit eben dieser emotionalen Intelligenz beseelt statt mit hochrangigen Zeugnissen, wäre er mit Sicherheit nicht zum Olymp der Millionäre aufgestiegen.
Wohin führt der Weg?
Nehmen wir also mal Abstand von der Norm und lassen wir auch mal das ganze Gerede von der „Gen Z“ oder den „Babyboomern“ außen vor. Im Grunde spielt die Herkunft, die Erziehung eine viel größere Rolle als das ganze Gezankte des Generationenkonflikts. Es gibt alte Seelen und junge Seelen. Es gibt introvertierte und extrovertierte Menschen. Es gibt Menschen, die werden von Kindesbeinen wohlbehütet erzogen oder verzogen wurden. Auch gibt es Kinder und Jugendliche die schon früh lernen müssen auf eigenen Beinen zu stehen, weil entweder die Eltern arbeiten oder endlos durch die Situation überfordert waren. Schlüsselkinder sind damals wie auch heute an der Tagesordnung. Von daher sollten wir die Arbeitswelt nicht nur aus der Welt der Generationen heraus betrachten. Die „Gen Z“ setzen auf Transparenz, Eigenverantwortung und Vertrauen. Was aber ist, wenn es große Unterschiede in den genetischen Anlagen gibt, wie sich eine Person wahrnimmt? Dann kann es ganz schnell passieren, dass aus guten Vorsätzen eben große Missverständnisse entstehen. Also müssen wir schon zu Beginn unserer Karriere erlernen und erkennen, dass wir in jeder Generation das sogenannte Schubladendenken innehaben.
Wenn allerdings der Studierende, Lehrling oder Mitarbeitenden in seiner Entwicklung nicht all seine Grundbedürfnisse in der Entwicklung erfahren hat, so kann dies auch weiterführend zu einer gestörten Persönlichkeit führen und das, egal in welcher Generation, damals wie heute und in der Zukunft. Wir sollten uns also von all den guten Ratschlägen frei machen, wie und wo die Mitarbeitenden in Zukunft arbeiten. Wir sollten uns ehr besinnen, dass man schon immer Stroh zu Gold spinnen konnte, wenn man Talente erkennt fordert und fördert.
Die Persönlichkeitsstruktur entwickelt sich als Anpassungsleistung an gewisse Lebensbedingungen. Im privaten wie auch im geschäftlichen täglichen Leben. Wenn wir in allen Lebensbereichen uns als richtig und gut erkennen und auch annehmen, dann entwickelt sich ein positiver Fußabdruck, der ein positives Selbstbild im Innen und Außen schafft. Das Selbstbildnis entwickelt sich durch stabile Wahrnehmungs- und Verhaltensgewohnheiten die jeder Generation zu Gute kommen. Die passenden Räume schaffen dann gleichermaßen eine gute Basis um künftig sinnstiftend arbeiten und leben zu können.
Solange wir es noch nicht schaffen das Thema Homeoffice in eine gute Balance zu bringen und auch aus mentalem und gesundheitlichem Blickwinkel einen objektiven Blick drauf zu werfen, wird das Homeoffice oft benutzt um vom Büro fern zu bleiben. Wichtig wäre dabei ein Homeoffice zu schaffen was den bekannten Regularien entspricht.
Solange weiterhin unsere private Umgebung als Homeoffice Ersatz missbraucht wird, je eher werden weitreichende gesundheitliche Probleme entstehen, die sich zeitversetzt bemerkbar machen. Die bekannten Zahlen sprechen doch für sich, dass sich bereits ein hoher Anteil als nicht mehr belastbar bezeichnet. Wir bewegen daher eher rückwärts mit der Belastbarkeit der Mitarbeitenden, anstatt nach vorne. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir Räume und die Arbeitsbedingung grundlegend anpassen müssen. Sicherlich können junge Leute von überall aus arbeiten, aber was macht das mit deren Körpern, wenn sie wie ein Fragezeichen in unsere Arbeitsumgebung oder wo auch immer rumlümmeln?
Was glauben sie warum junge Leute jetzt wieder vermehrt zur Zigarette greifen oder mit den E-Zigaretten durch die Lande ziehen? Diese Suchterkrankungen sind ein deutliches Zeichen einer mentalen Unterernährung. Wo ist denn da die selbstreflektierte Haltung? Jedes Kind weiß doch zwischenzeitlich, dass Rauchen ungesund ist und trotzdem schadet man sich täglich. Wir reden von Eigenverantwortung, Vertrauen und Transparenz im Geschäftsleben und treffen uns gleichzeitig um uns mit unseren Genussgiften selbst zu töten? Suchterkrankungen, Depressionen, Angsterkrankungen wie auch Somatoforme Erkrankungen nehmen von Tag zu Tag zu und wir reden von gleichzeitig von Selbstbestimmung und Homeoffice.
Wir müssen jetzt beginnen unsere jetzigen und kommenden Generationen zu schützen und zu fördern, dass wir nicht noch mehr Fachkräfte durch Krankheiten zu verlieren. Wie schon geschrieben fängt der Kulturwandel in der Chefetage an. Jedoch gibt es solche und solche Führung. Unserer Meinung nach betrifft es alle Schichten eines Unternehmens. Wir kennen durch unsere Expertise einige Beispiele in denen das Unternehmen von den Mitarbeitern geführt wird. Die Mitarbeitenden wandeln wie Grenzgänger bis zur bitteren Neige, in der Hoffnung der Chef übernimmt endlich mal die Verantwortung und dies nicht nur auf dem Papier.
Lassen Sie uns beginnen klar strukturierte Konzepte zu entwickeln um bestimmte Reaktionsmuster zu entzerren. Dann klappt es auch besser mit der Förderung von Talenten und Fachkräften.
Um all diesen Unwägbarkeiten zeitnah, intensiv und produktiv zu begegnen haben wir für Sie weitergedacht und Möglichkeiten entwickelt für die Zukunft gerüstet zu sein. In Zusammenarbeit mit André Hund und unserer Sandra Jung haben wir Impulsseminare für Sie aus dem Boden gestampft.
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