Rheinhessische Visionen

In den letzten Tagen konnten wir alle in der Mainzer Allgemeinen Zeitung einen interessanten Artikel lesen, der sich mit Visionen und Zukunftsperspektiven beschäftigt. Wie werden wir im Jahr 2040 in Rheinhessen leben, wohnen und arbeiten? Was muss sich bis dahin ändern?

Vom „Heile, heile Gänsje“ zum „Third Place“

Unser Unternehmen feiert in diesem Jahr, 2026, unser 90jähriges Firmenjubiläum. 90 Jahre Büro-Jung, 90 Jahre Verbundenheit mit Rheinhessen. Unsere Inhaberin, Sandra Jung, ist als Unternehmerkind geboren und das auch noch an Fassenacht als echtes Rosenmontagskind – dem gebührt natürlich ein dreifach donnerndes Helau. Doch das nur am Rande.
Was also sollte sich bis 2040 verändern in Rheinhessen? Viele vergessen bei all den Ideen die man mit Rheinhessen verbindet, dass wir mehr sind als nur eine Weinregion mit guter Laune und dem Gespür zum Feiern. Schon Margit Sponheimer singt den Gassenhauer „Am Rosenmontag bin ich geboren“ und bis heute ist dieser Titel Programm für unsere rheinhessische Lebensart.
Was aber passiert, wenn unsere Wirtschaft mehr und mehr den Bach runter geht und eine Firmenpleite die andere jagt? Dann ist Schluss mit der Feierlaune, wenn Ebbe statt Flut im Geldbeutel herrscht und auch kein „Heile,heile Gänsje“ mehr hilft.

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Wir brauchen eine starke, regionale Wirtschaft, die durch starke Unternehmen mit einer starken und regionalen Botschaft weit über unsere Region hinaus strahlt. Bisher können wir noch behaupten, dass Rheinhessen die lebendigste Wirtschafts- und Weinregion Deutschlands ist. Was aber müssen wir wirklich tun um Rheinhessen auch 2040 noch gebührend zu feiern?
Fangen wir mal mit dem Begriff „Third Place“ an. Diesen Begriff verwenden wir selbst um Kunden heute und in Zukunft beraten zu können, um Räume zu schaffen, in denen man gerne lebt und arbeitet. Was braucht Rheinhessen also wirklich? Hierzu gehört mit Sicherheit der Einklang zwischen Wirtschaft, Kultur und Natur als Lebensraum, aber auch Räume in denen man sich wohl und geborgen fühlen kann. Dies wird in Zukunft wichtiger denn je werden. Unsere arbeitenden und lebenden Generationen werden sich in Ihren Ansichten stark ändern.

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Terminmangel und Wartezeiten

Gehen wir in die Tiefe und betrachten uns mal die derzeitige Situation in Rheinhessen, dann zeichnet sich eine kommende Generation ab, die mental weit unter dem Niveau unserer Vorfahren liegt. Gerade die Generation die um die 1940er Jahre herum geboren waren, werden immer älter und daraus resultiert, dass in einigen Jahren das Gesundheitssystem komplett zusammenbrechen wird. Die Ursachen hierfür sind die Last der fehlenden Fachärzte, Pflegestellen und außerdem mangelnder mentaler und psychischer Gesundheit. Präventive Maßnahmen im Bereich der physiotherapeutischen Angebote sind bereits heute bis zum Anschlag ausgeschöpft. Wer heute einen Termin für eine ärztliche Behandlung braucht muss eine Wartezeit von oft mehreren Monaten in Kauf nehmen. Unternehmen und Praxen schließen, weil das Internet die Oberhand gewinnt oder die mutige Nachfolge fehlt. Damit brechen auch wichtige Anfragen und Aufträge weg und insbesondere im ländlichen Bereich die Terminmöglichkeiten bei dem bisher beliebten Landarzt.

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Auch wir in unserer Branche, spüren vermehrt den Onlinehandel. Hierzu muss allerdings angemerkt werden, wer heute nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Ein Unternehmen muss visionär sein und wissen was morgen gefragt wird. Diesen Sprung schafft nicht jede Firma und genau deshalb schließen immer mehr Unternehmen Ihre Türen. Wir alle brauchen eine effektive Unterstützung von der Politik und der Wirtschaft, nicht nur phrasenlose Plattitüden. Sicherlich sind Fahrradwege oder verkehrsberuhigte Zonen wichtig, jedoch wenig hilfreich um den Innenstädten und Geschäftszentren auf die Beine zu helfen. Auf der einen Seite versucht man mehr und mehr auf E-Mobilität zu setzten aber auf der anderen Seite möchte man den Verkehr aus der Stadt haben. Damit beißt sich die Katze allerdings in den Schwanz.

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Leerstand und alte Zeiten

Immer mehr Immobilen werden zum Leerstand und sind dem Verfall preisgegeben. Nun müssen wir zusehen, wie wir Räume schaffen um Leerstände wieder als lebendige Flächen herzustellen.
Egal ob Immobilien, in denen Firmen ansässig sind, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime oder Arztpraxen die nun entstandenen leeren Räumlichkeiten wieder effektiv zum Leben zu erwecken. Jüngste Beispiele sind hier die Seniorenresidenz in Bingen oder das Krankenhaus in Ingelheim. Mehr und mehr verlieren diese Immobilien an Charme und Finanzstärke und sind somit nicht mehr zeitgemäß eingerichtet und ausgestattet.

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Das alles und noch viel mehr bewegt unser tägliches Tun und um solche Problematiken anzupacken braucht es mehr als nur Luftschlösser und gute Ideen. Es braucht Mut und Aufbruchsstimmung.

Eigentlich sollte Rheinhessen eine gründliche Bestandsaufnahme machen um dann mit Rat und Tat ans Werk zu gehen, anstatt immer nur zu verkünden, dass kein Geld da wäre um all diese Gewerke als saniert zurück in den Kreislauf zu geben und zu erhalten.

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Was hat sich eigentlich gegenüber den 70er und 80er Jahren verändert? Der größte Feind der Wirtschaft wurde das Internet. Früher gab es ein solches nicht und wir alle haben trotzdem Geschäfte generiert und zwischenmenschliche Beziehungen gepflegt. Ein Miteinander war gang und gäbe.

„Früher war alles besser“, so eine gängige Auffassung. Die älteren Generationen wurden mit anderen Werten und mit klaren Strukturen zur Eigenständigkeit und Disziplin erzogen. Doch mehr und mehr gehen solche Werte verloren – Etikette und Erziehung stehen nur noch als Begriffserklärung im Duden.

Einladung

Wir laden Sie daher ein und werden Sie Teil der Dachmarke für Rheinhessen, mit Ihrem Unternehmen mit starker Botschaft.
Lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft schauen, dass „Rheinhessen 2040“ mehr denn je als lebendige Wirtschafts- und Weinregion Deutschlands erstrahlt.

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Kategorien: Büro-Trends