Wir leben derzeit in wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten. Umso wichtiger ist es lösungsorientierte Gespräche zu führen. Deshalb hatten wir zu einem Impulsvortrag in unsere Räume geladen und waren sehr positiv überrascht, wie sehr das Thema „New Work“ polarisiert. Über dreißig Besucher konnten an der Diskussion an zwei Terminen teilnehmen.
Als Dozent konnten wir hier André Hund gewinnen. Der Unternehmer und Berater mit internationaler Vertriebsexpertise und einem besonderen Fokus auf „New Work“ konnte bei uns über sein Herzensthema sprechen, welches ihn seit einigen Jahren begleitet, fasziniert und antreibt.
Frau Sandra Jung hat genau den Fokus auf solche Themen. Mit ihrem ausgeprägten Gespür für Trends und Vermarktung weist sie immer wieder auf lösungsorientierte Zielsicherheit für unsere Kunden hin.
Frau Sandra Jung führt in dritter Generation das Handelshaus büro-jung und hat es sich zur Aufgabe gemacht nach ihrem Studium zur Psychotherapie und Organisationsentwicklung das Unternehmen zukunftssicher, generationsübergreifend zu entwickeln.
Gute Gründe für „New Work“
In den schon angesprochenen wirtschaftlich schwierigen Zeiten kommt immer häufiger die Frage auf, wie und wo wir zukünftig unsere Arbeit ausführen werden. Durch die Coronapandemie haben wir alle gelernt, dass wir, besonders in diesen unsäglichen Zeiten, flexibel agieren und reagieren müssen.
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die Vielzahl der daraus entstehenden Probleme miteinander zu vereinen. Der Leerstand zahlreicher Gewerbeimmobilien zeigt deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig liegt in dieser Komplexität auch eine Chance: Arbeit kann so gestaltet werden, dass Menschen ihre individuellen Stärken erkennen und sie zum Nutzen sowohl für sich selbst als auch für ihre Organisation einsetzen können.
Burnout und Boreout insbesondere bei jungen Menschen
Schauen wir auf weitere Gründe – Burn-out ist hier jedem geläufig und findet bereits starke Beachtung, Boreout jedoch ist hingegen eine noch sehr unterschätzte und vernachlässigte Erkrankung. Das Boreout-Syndrom ist ein Zustand der chronischen Unterforderung und Langeweile am Arbeitsplatz, welches auch zu körperlichen und psychischen Beschwerden wie etwa Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Depression führen kann. Wie also soll man seine Mitarbeiter verstehen und fördern, wenn wir den schmalen Grat an Erkrankungen nicht erkennen können um diesen vorzubeugen? Die mentale Gesundheit in unserem Land sinkt – das ist ein Fakt. Noch nie gab es so viele Krankschreibungen im Bereich somatoformer Krankheitsbilder.
Insbesondere junge Menschen leiden unterzunehmender Einsamkeit und somatoformen Beschwerden. Eben Beschwerden, die so komplex sind, dass sie nicht einfach wegzudenken sind.
Weniger Chef, mehr Team: New Work verändert alles
Was können wir dagegen unternehmen – was brauchen wir?
Wir wünschen uns zufriedene, gesunde, zuversichtliche Mitarbeiter und Führungskräfte. Flache Hierarchie ist nach wie vor noch immer ein Fremdwort in dem ein oder anderen Unternehmen. Wir erleben jedoch gerade, wie sich Führung Stück für Stück verändert. Aber wie kann uns die richtige Führung in der Zukunft gelingen. Gute Führung entsteht durch gute Zusammenarbeit dann, wenn wir miteinander reden, einander zuhören und Verantwortung teilen. Das klingt einfacher, als es in der Praxis ist. Aber genau hier beginnt eine Unternehmenskultur, die nicht nur gut aussieht – sondern sich auch gut anfühlt. Hierzu werden allerdings Räumlichkeiten benötigt, welche genau dies fördern. Räume werden immer offener gestaltet, mit Teamplätzen, Kommunikationszonen, eben Flächen, die das Miteinander in den Fokus rücken.
Der Fisch stank schon immer vom Kopf her, daher sollten Führungskräfte von innen nach außen das Personal führen, oder besser gesagt: Führung sollte von ganz oben nach unten durchleuchtet werden um danach die Arbeitswelten und Unternehmensstrukturen entstehen zu lassen. Wir müssen uns hier also den unterschiedlichsten und verschiedensten Themenbereichen widmen.
Stress, Burnout & Co.: mit New Work zu einem gesunden Arbeitsumfeld
Hierrüber haben wir bei unseren Veranstaltungen gesprochen. Eben woher unser heutiges Verständnis von Arbeit rührt. Spannend war von den Teilnehmenden zu erfahren, dass Veränderung im Allgemeinen notwendig ist, es allerdings hierzu aber ein Verständnis braucht, an Haltung, um gemeinsame Zusammenarbeit und Unternehmenskultur leben zu können.
Früher galt Arbeit in der Antike als moralisch minderwertig. Hierzu erklärt Wiktionary zur Herkunft des Begriffes: - „mittelhochdeutsch arebeit → „Beschwernis, Leiden, Mühe“, althochdeutsch: arabeit → arabeiti → germanisch arbaiþi → „Arbeit, Mühsal“; belegt seit dem 8. Jahrhundert“
Heute jedoch soll es sinnstiftend sein. Allerdings leben viele Mitarbeitende nach dem Satz: „Ich lebe um zu arbeiten und nicht, ich arbeite um zu leben“. Was wäre also, wenn jeder Mitarbeitende seine eigenen Stärken kennt, bzw. erkennt und die Möglichkeit bekommt, genau diese Stärke in seinem Job ausleben zu dürfen? Wir sollten ihnen die Basis schaffen, die Leidenschaft und den Spaß an der Arbeit als Grundlage des täglichen Tuns zu sehen.
New Work – ansprechende Büroräume als „Third Place“
Beginnen wir also Räume zu gestalten die Alt und Jung vereint. Schaffen wir einen Heilsbringer der Zukunft – den „Third Place“. Der Begriff „Third Place“ ist nichts neues und bedeutet dritter Ort. Gemeint ist ein Ort, der neben dem First Place (Zuhause) und Second Place (Arbeitsstelle) einen Ausgleich ermöglicht. Ein Ort des Ankommens, um alle künftigen New Works dieser Welt zu verstehen. Mit dieser Art des Planens, neue ansprechende Büroräume den Mitarbeitenden anzubieten, gestalten wir einen Raum der Arbeit und des Miteinanders, indem Arbeit als sinnstiftend erlebbar wahrgenommen wird. Arbeit braucht ein „wo“, eine moderne Einrichtung, die ohne Erklärung signalisiert, welche Art von Arbeit und welcher Arbeitsmodus hier und dort gewünscht ist. Gestalten wir einen Raum beginnend mit dem „Third Place“ als Basis, denn so wird die Flexibilität sowohl von Mitarbeitenden als auch des Unternehmens gewahrt.
Das alles bieten wir Ihnen auch zukünftig an, in offenen Work-Shops und Seminaren in unserem Kreativraum „Arbeitswelten der Zukunft“ zu erleben. Hier wird die Theorie direkt in die Praxis des Büroalltags umgesetzt.






