Bezuschussung orthopädischer Möbel

Bewilligung rückengerechter Bürostühle durch die Deutsche Rentenversicherung Bund und andere Träger

Informationen zur staatlichen Bezuschussung für Bürostühle

Damit Sie auch nach einem Rücken-, Hüft- oder Wirbelsäulenleiden Ihre Erwerbsfähigkeit erhalten können, gilt bei der Rentenversicherung der Grundsatz: „Rehabilitation vor Rente“. In diesem Rahmen bieten die Deutsche Rentenversicherung Bund und andere Träger zahlreiche Leistungen an. Sie erfahren hier, was Sie tun müssen, um solche Leistungen zu bekommen.

Wer kann einen Antrag stellen?

Jeder Versicherte, bei dem die berufliche Rehabilitation und das notwendige Hilfsmittel zur Aufrechterhaltung und Erhalt der Arbeitsfähigkeit und des Arbeitsplatzes dient. Voraussetzung: 50% GdB (Grad der Behinderung) oder 30% mit Gleichstellung.

Was wird bezuschusst und wie hoch?

Bezuschusst werden gesundheitsfördernde Möbel – vor allem Stühle (orthopädische Bürostühle, Arthodesenstühle), sowie Stehpulte und Steh-Sitz-Tische – die Sie für die Ausübung Ihrer Arbeit benötigen.

Höhe des Zuschusses (Stand 01.09.2015):

435,- Euro für einen orthopädischen Bürostuhl; 800,- Euro für einen höhenverstellbaren Schreibtisch

Die Kostenträger sind je nach Fall:

  • Rentenversicherungen: 15 Jahre versicherungspflichtige Beschäftigung oder 5 Jahre versicherungspflichtige Beschäftigung und Heilverfahren mit anschließender Kur (AHB) oder wenn Rente ansteht
  • Berufsgenossenschaft: Nach Arbeits- oder Wegeunfall, Berufskrankheit
  • Agentur für Arbeit: Alle anderen Fälle unter 15 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung
  • Hauptfürsorgestelle: Studenten, Beamten oder Sonderfälle

 
WICHTIG!
Der Antrag für einen Bürostuhl muss zwingend vor der Anschaffung bei einem der zuständigen Kostenträger gestellt werden. Ansonsten erlischt der Anspruch auf Bezuschussung. Keine Beschaffung im Vorgriff! Vergewissern Sie sich ebenfalls vor der Anschaffung bzw. Beantragung des Stuhls, dass Ihr Arbeitgeber dessen Einsatz erlaubt und Sie ihn an Ihrem Arbeitsplatz nutzen dürfen.

Denn: Der Arbeitgeber entscheidet, welche Arbeitsmittel in seinem Betrieb verwendet werden. Und: Er ist nicht gezwungen, einen rückengerechten Stuhl zu erlauben. Außerdem müssen ggf. der Sicherheitsingenieur und der Betriebsarzt zustimmen.

Der Antrag kann je nach Fall bei einer der folgenden Institutionen gestellt werden:

  • Bundesversicherung für Angestellte BfA
  • Landesversicherungsanstalten LVA
  • Berufsgenossenschaften
  • Knappschaftsversicherung
  • Hauptfürsorgestellen
  • Bundesanstalt für Arbeit

Wenn Sie weitere Fragen zu der Antragsstellung für einen Bürostuhl oder Schreibtisch haben oder eine Beratung wünschen, können Sie sich an folgende Ansprechpartner wenden:

  • Reha-/Sozialberater der Rehakliniken
  • Rehaberater der Rentenversicherungsträger
  • Technische Berater der Arbeitsämter
  • Behandelnde Ärzte und Betriebsärzte
  • Unsere Fachberater