Innovation im Mittelstand

Digitalisierung, Demografie, Industrie 4.0

Es sind eher abstrakte Begriffe, die jene enormen Herausforderungen für den industriellen Mittelstand beschreiben. Denn Sie müssen auch unter diesen Rahmenbedingungen innovationsfähig bleiben und einige Voraussetzungen erfüllen.

 

Die Welt verändert sich – und die Arbeitswelt gleich mit. Denn die so genannte Disruption ist ein Phänomen, das jede Branche und jedes Unternehmen betrifft. Zwar mag medial der Teufel übertrieben groß an die Wand geschrieben, aber die Einschätzung der Medien entspricht den Aussagen führender wissenschaftlicher Einrichtungen, wie etwa des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO).

Innovation im Mittelstand beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit

Die Verarbeitung riesiger Datenmengen, intelligente autonome Systeme, neue digitale Geschäftsmodelle sowie ein enormer Innovationsschub, setzt die Unternehmen zunehmend unter Druck. In den kommenden 20 Jahren werden laut Prognose fast 10 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fehlen, während die Sozialkassen kollabieren. Deshalb sollte man schon jetzt  Strategien erarbeiten, die langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen sichern.

Wissensarbeit ist die Quelle für jede Innovation, die einige Fragen aufwirft: Wie müssen die Menschen geführt werden, wie werden Prozesse organisiert und welche Rolle spielen Standort und Raum, um Innovation überhaupt zu gewährleisten?

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und Innovation unterstützt, haben sich in einem nicht unerheblichen Maß verändert. Die Beschäftigten formulieren Ansprüche an individuelle Flexibilität und kompetente Führung. Relativ neue Arbeitsformen, wie die Projektarbeit, breiten sich mit kreativen methodischen Ansätzen flächendeckend aus. Und gleichzeitig dreht sich das Hamsterrad der globalen Wirtschaft immer schneller.

Neue Arbeitskultur im Büro

Diese äußerlichen Veränderungen erfordern vor allem Veränderungen im Inneren, respektive ein neues Denken, neue Kulturen, neue Prozesse und Organisationen. Ein Umfeld, in dem Innovation gedeihen kann. Zum diesem Umfeld gehört auch der Arbeitsraum, denn ohne Kommunikation und persönliche Zusammenarbeit wird es keine Innovation geben. Deshalb scheint die offene Bürolandschaft mit den unterschiedlichsten attraktiven Arbeitsplatzangeboten die richtige Raumform zu sein. Der  Niederländer Erik Veldhoen hat Activity Based Working bereits 1995 in seinem Buch „Demise of the office“ als Lösung präsentiert. In Deutschland arbeiten hingegen nach einer Studie des Jobportals Indeed vom März 2017 über 85 Prozent von 1.049 Befragten in einer Zellenstruktur.

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Weniger arbeitsfähige Menschen für immer komplexere Tätigkeiten

Die Kompetenz der Mitarbeiter lässt sich nur durch konsequente Bildungspolitik und eine umfassende Aus- und Weiterbildung lösen. Damit wird die Bildung zur zweiten unabdinglichen Voraussetzung für die Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Denn ohne gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen die beste Firmenkultur und die schönste Bürolandschaft nichts.

Welche Aufgaben müssen hierbei die Unternehmen übernehmen und welche Rolle spielt dabei die Politik? Und welchen Wandel muss die Bildung vollziehen? Es herrscht durchaus Einigkeit über die Relevanz dieser Fragen, doch die Bildungshoheit der Länder verlangsamt den Prozess immens. Bleibt abzuwarten, wann mit den ersten Antworten zu rechnen ist.

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Kategorien: Arbeitsplatz der Zukunft